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58 mußten Lebensmittel und Schlitten zum Transport geliefert werden.
Der Einnehmer war zufällig ein ungewöhnlich milder und einſichtsvoller Mann und machte es ſehr glimpflich. Wenigſtens fielen doch keine der empörenden Rohheiten vor, welche die Kamtſchadalen ſonſt bei der Gelegenheit ertragen
mußten, auch wurden nicht, wie früher oft, Knaben und
Mädchen als Sklaven fortgeſchleppt.
Uebrigens ließ es ſich Kosko angelegen ſein, die Habſucht der Ruſſen zu befriedigen. Er ſelbſt war im Fange des Pelzwildes ſehr geſchickt, auch hatte ihm Feodor darin tüch⸗ tig beigeſtanden; alſo beſaß er eine Menge ſchöner Felle und gab ſie gern her, um nur die Fremden in guter Laune zu erhalten und ſich und die Seinigen von Beleidigungen los⸗ zukaufen. Wie es ihm als Ortsvorſteher zukam, ſorgte er nicht nur für ſeine Familie, ſondern auch für die andern Dorfbewohner. Den Aermern und Schwächern ſchenkte er von ſeinem Ueberfluß ſo viel, um ihren Tribut vollzählig zu machen, und durch dieſe Freigebigkeit hatte er ſich unter ſeinen Leuten ein hohes Anſehn erworben.
Sechſtes Kapitel.
Zuerſt begleitete Alexei Feodor zu einigen, an verſchie⸗ denen Stellen hergerichteten Fallen, um ſie für die Nacht mit Fiſchen zu verſehen.
Darauf errichteten ſie eine Hütte, indem ſie üͤber einige


