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Der ehrliche Inſulaner reichte ihm begütigend die Hand, es that ihm leid, daß er den Armen gekränkt hatte; ſein Ver⸗ dacht war gänzlich verſchwunden und er vertraute ihm ſogar eine Nachtwache an.
Der Oſtrog lag ſüdöſtlich von Niſchnoi, nur zwölf Mei⸗ len davon entfernt und alſo viel näher bei ihren Feinden, als Alexei und Feodor ſich Anfangs vorgeſtellt hatten. Da ſie zuerſt öſtlich den Kamtſchatka hinabgefahren waren, da⸗ rauf ſüdlich nach dem Tſchamſcha und dann weſtlich dieſen Fluß ſtromaufwärts gegangen, ſo hatten ſie einen weiten Weg gemacht, ehe ſie zu dem Dorfe kamen. Obgleich dieſes der ruſſiſchen Niederlaſſung ſo nahe lag, erſchienen dort doch ſelten Ruſſen, weil die Landſtraße nach Werchnoi, dem andern ruſſiſchen Orte, am Kamtſchatka hinführte und nach dem Tſchamſcha kein gebahnter Weg war. Dieſem Unſtande dankten es Kosko und ſein Oſtrog, daß ſie von den Erpreſſun⸗ gen der fremden Eindringlinge viel weniger gelitten hatte, als die Itelmenen, welche am Kamtſchatka oder an den, in dieſem mündenden Flüſſen wohnten.
Tempte hatte Recht— man vermuthete die entflohenen Jeſirren nicht ſo nahe und der Steuererheber fuhr am andern Tage mit den Seinen weiter, ohne nach ihnen zu fragen. Er dachte ſie in einem entfernten Oſtrog anzutreffen oder Kunde von ihnen zu erhalten, wenn ſie überhaupt noch am Leben und im Lande wären, denn im Winter konnten ſie ſich doch nicht immer im Freien verbergen, ſondern mußten eine Woh⸗ nung aufſuchen.
Alexei und Feodor kehrten darauf ruhig in das Dorf zu⸗ rück und Jener bat Paſuitſch um Lebensmittel und einige


