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Ihr nehmt von den Koſaken Keſſel, Beile, Meſſer und viele andere gute Sachen, ohne euch daran zu ſtoßen, daß ſie hab⸗ ſüchtig, betrügeriſch und grauſam ſind, warum wollt ihr von ihnen alſo nicht auch ihre Religion annehmen und deren Lehren befolgen, obgleich ſie dieſelben vernachläſſigen? Es haben ſich auch ſchon Viele taufen laſſen, nur nahmen ſie ge⸗ wöhnlich ſtatt der Tugend, welche der Glaube lehrt, die Feh⸗ ler ihrer Pathen an!“
„Ich will mit Kosko ſprechen und iſt er bereit, ſo fahren wir einmal nach Niſchnoi und laſſen uns taufen,“ ſagte Pa⸗ ſuitſch.„Wir wollen dann auch Mehrere dazu bewegen, nur mußt du dich anſcheinend darum wenig kümmern, Lipacha. Im Winter haben wir nicht weit nach Niſchnoi, es kom⸗ men oft Koſaken her und die, welche zu den Ruſſen über⸗ treten wollen, fahren hin, alſo könnteſt du leicht verrathen werden. Wenn du viel mit den Andern über dieſe Dinge redeteſt, würden ſie ſich wundern, woher du die große Klug⸗ heit haſt, und wir dürften dich am längſten hier gehabt ha⸗ ben. Um ein Kleidungsſtück oder ein Werkzeug würden dich Viele verrathen. Freilich wärſt du damit noch nicht verloren. In unſerer Jurte ſoll Niemand Hand an dich legen, und Koskos Hunde ſind die beſten Läufer weit und breit und du könnteſt mit Feodor zum alten Kontſchalo am Oſernaia flie⸗ hen, wo die Ruſſen dich nicht zu holen wagen. Aber wir möchten dich doch ſo lange wie möglich bei uns ſehen.“
Das Gebell aller Hunde des Dorfes verkündete die An⸗ kunft Fremder und endete die Unterhaltung. Alle eilten hinaus und ſahen in der Ferne mehrere Schlitten. Der Ein⸗ nehmer des jährlichen Tributs kam, von ungefähr funfzehn


