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Alexei und Aphaka oder die Kamtschadalen / von Marie Roskowska
Entstehung
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Fiſches wurde unter beſtändigen Umrühren ſo lange gekocht, bis ſie ſich ganz aufgelöſt hatte. Nach der Abkühlung hatte man davon einen Gallert, der mit zerklopften Cedernüſſen, wie bei uns Flameri mit Mandeln, garnirt wurde und für eine große Leckerei galt, obgleich er faſt gar keinen Geſchmack hatte. Doch diente er nicht allein zur Speiſe, ſondern es wurde daraus auch die Zukunft des Wirthes und ſeiner Familie prophezei't. War der Gallert weiß, ſo ſtand Glück bevor, wurde er bläulich, ſo trat ein kleiner Unfall ein, wurde er aber ſchwarz, dann bedeutete es großes Unglück, z. B. den Tod des Wirthes oder ſeiner Frau, d. h. nach der Meinung der abergläubiſchen Eingebornen.

Bei Kosko fanden Alle Urſache, nur Heil und Segen zu prophezeien und ſo trennten ſie ſich denn höchſt befriedigt.

Uebrigens fehlte es bei dieſer, wie bei jeder kamtſchat⸗ kiſchen Gaſterei nicht an Scenen, die für unſer Gefühl und unſere Begriffe widrig und empörend ſind und den Beweis liefern, daß Uncultur und überfeinerte Civiliſation viel Ge⸗ meinſames haben. Die üppigen, entarteten Römer reizten den Magen durch Pfauenfedern, die Speiſen von ſich zu geben, um neue Leckerbiſſen genießen zu können; die einfäl⸗ tigen, ungebildeten Bewohner des öſtlichen Aſiens waren der Unmäßigkeit eben ſo ſehr ergeben, und aßen, bis ſie ſich er⸗ brachen, worauf ſie wieder aßen, ſo lange irgend etwas da war.

Alerei zog ſich dagegen in die fernſte Ecke der Wohnung zurück und erzählte Aphaka, die ihm ſogleich gefolgt war, von den beſſern Gewohnheiten, welche er im Hauſe ſeiner Wohlthäterin kennen gelernt hatte. Sie hörte ihm aufmerk⸗