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Eines Tages ging Kosko mit Feodor nach einer ſteilen Uferſtelle, zu einer Bärenfalle, die nur aus einem ſchweren Klotz beſtand, woran ein mit einer Schlinge verſehener Strick befeſtigt war. So einfach auch dieſe Vorrichtung, war ſie doch ſehr zweckmäßig, und ſie fanden wirklich einen todten Bären am Abhang des Ufers. Die Schlinge wird nämlich ſo geſtellt, daß der Bär ſie leicht um den Hals be⸗ kommt. Im Fortgehen bemerkt er, daß der Klotz ihn hin⸗
dert und zurückhält, doch iſt er nicht klug genug, den Kopf 2
aus dem Riemen herauszuziehn, ſondern er ergreift den Klotz und wirft ihn, um ſich davon zu befreien, mit größtmög⸗ licher Gewalt den Berg hinunter. Dabei wird er natürlich hinabgeriſſen und fällt ſich todt;— bleibt er lebendig, ſo ſchleppt er ſehr erbittert den Klotz wieder hinauf, um ihn von Neuem herabzuſchleudern; das treibt er ſo lange, bis er ſich todtgearbeitet oder gefallen hat. Dieſe Art, Bären zu fan⸗ gen, iſt übrigens in ganz Sibirien bekannt.
Einige Männer kamen herbei und halfen das Thier ins Dorf bringen; dann wurden Anſtalten zu einem Gaſtmahl getroffen, und Saagſchehm, Paſuitſch und Tſchekawa hatten viel zu thun, wobei auch Aphaka fleißig half. Es war Sitte, zu einem Bären das ganze Dorf zu Gaſt zu laden, und dies Mal wurde zugleich das Herbſtfeſt begangen, welches ur⸗ ſprünglich eine Art Ernte- und Dankfeier für die eingeſam⸗ melten Nahrungsmittel geweſen ſein mochte, deſſen Bedeu⸗ tung jetzt aber Niemand mehr kannte.
Die Leute verſammelten ſich in ihrem höchſten Staat und die Männer theilten ſich in zwei Parteien, von denen die eine in Koskos Hütte hinabſtieg, die andre aber draußen blieb.


