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Alexei und Aphaka oder die Kamtschadalen / von Marie Roskowska
Entstehung
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41 Nun wurde eine Birke an einem Riemen in das Rauchloch ge⸗ hängt; die drin Befindlichen wollten den Baum hinabziehn, die Andern ihn nicht loslaſſen; nachdem ſie eine Weile aus Leibes⸗ kräften daran hin⸗ und hergezogen hatten, erhielten die Un⸗ tenſtehenden den Baum, wozu Feodors eifrige Anſtrengungen viel beitrugen. Darauf erhoben Alle ein lautes Freudengeſchrei, während in der Hütte die Birke und ein hölzernes Bild aufge⸗ richtet wurden, welches letztere den Donnergott Billutſchei vorſtellen ſollte. Vor das Götzenbild wurde allerlei Eßbares und ein hölzerner Löffel gelegt und die Gläubigern unter der Menge waren überzengt, daſſelbe genieße etwas davon.

Dem Zugloch gegenüber, auf dem Ehrenplatz, befand ſich neben dem Sitz des Hausherrn ein Pfahl mit einer Art Kopf darauf, welcher den Hausgott vorſtellte. Dieſen be⸗ ſtrichen ſie, wie bei jeder wichtigen, außerordentlichen Ge⸗ legenheit, an den Ausſchnitt, welcher als Mund galt, mit Blut, machten ihm ein Halsband von Eheu und empfahlen ihm ihr Wohlergehn.

Alexei, der ziemlich hergeſtellt war, betrachtete dieſe Cere⸗ monien theils mit Neugier, theils mit einem mitleidigen Un⸗ willen, und das entging Aphaka nicht, die ihn ſtets aufmerk⸗ ſam beobachtete. Er ſagte Nichts, denn er wußte wohl, daß es nicht helfen würde; auch wollte er ſich durch eine längere Be⸗ kanntſchaft Vertrauen erwerben, ehe er Gebräuche angriff, welche die Itelmenen von ihren Voreltern überkommen hatten.

Sämmtliche Dorfbewohner, auch die kleinen Kinder, nah⸗ men hierauf in Kosko's Jurte Platz. Wie ſchon geſagt, waren Alle höchlich geputzt, die Frauen und Mädchen geſchminkt und mehrere von ihnen trugen eine ſonderbare Haartour.

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