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Alexei und Aphaka oder die Kamtschadalen / von Marie Roskowska
Entstehung
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Alexei gar keinen Appetit auf das leckere Gericht, dem auch die Koſaken gern zuſprachen; er war bei Frau Axina an andre Nahrungsmittel gewöhnt und konnte nur mit Mühe ſeinen Ekel verbergen. Die Großmutter ſchrieb ſeinen Man⸗ gel an Eßluſt den Verletzungen an ſeinem Kopf zu, die ſich ſehr verſchlimmert hatten, und eilte, ihm von den Wurzeln und Blüthenſtengeln des Kutachſchu, einer Pflanze, die der Angelika ähnlich ſieht, Thee zu kochen und Unſchläge zu machen. Das that ihm gute Dienſte, da die Umſchläge die Geſchwulſt bald zertheilten; doch war er mehrere Tage krank und fieberte ſtark.

Der Oſtrog war ziemlich groß und von einem Erdauf⸗ wurf und Palliſaden umgeben; bei den häufigen Kriegen, welche die Eingebornen unter einander geführt, hatte dieſe Befeſtigung gegen einen plötzlichen Ueberfall geſchützt. Um Heizung und Beleuchtung zu erſparen, hauſten in jeder der unterirdiſchen Winterwohnungen mehrere Familien, manch⸗ mal fünf bis ſechs, je nachdem der Hausherr viel oder wenig Töchter hatte; denn die itelmeniſchen Mädchen, welche ſich verheiratheten, folgten nicht ihren Männern, ſondern dieſe blieben im Hauſe der Schwiegereltern und wurden deren Knechte.

Die Sommerwohnungen waren aus Holz, wie die Tau⸗ benſchläge auf Pfählen erbaut und neigten ſich bei heftigem Winde wie eine Wiege hin und her. Jede Familie hatte ihren Balagan und, je nach ihrer Größe, eine oder mehrere ganz gleiche Hütten zur Aufbewahrung der Vorräthe. Die Bauart war ſehr zweckmäßig, weil bei der ſtarken Ausdün⸗ ſtung des feuchten Bodens das unten Aufbewahrte verſchim⸗