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Fremden ſehn, möchten ſie gern wiſſen, wer er iſt, und weil ſie nicht fragen können, ſo bellen ſie ihn an.“
Pikankur fand das ſehr ſpaßhaft und ſuchte das Bellen der Hunde nachzuahmen.„Wau, wau, wer biſt du?“ rief er lachend, verſtummte jedoch plötzlich, denn zwei Fremde, Alexei und Feodor, näherten ſich.
Saagſchehm, die Mutter der Paſuitſch, ging ihnen ent⸗ gegen und bewillkommte ſie. Kaum hatte Alexei den Namen ſeines Vaters genannt und ſeine Geſchichte zu erzählen be⸗ gonnen, ſo unterbrach ſie ihn mit zärtlichen Liebkoſungen und führte ihn und Feodor nach dem Balagan, welchen ſie be⸗ wohnte. Als die erſte Freude über den todtgeglaubten Enkel vorüber war, befahl ſie einem hübſchen, jungen Mädchen, Namens Tſchekawa, ſchnell ſaure Fiſchköpfe zu bringen.
Tſchekawa, die Schweſtertochter der Paſuitſch, öffnete eilig eine der Gruben in der Erde, worin die Köpfe einer ſehr ſchmackhaften Lachsart aufbewahrt wurden. Da die Kamtſchadalen kein Salz hatten, außer dem durch Kochen aus dem Seewaſſer ſehr mühſam gewonnenen, und es auch nicht liebten, ſondern bitter nannten, ſo gingen die Fiſche, welche nicht getrocknet wurden, natürlich bald in Fäulniß über. Das ſchadete aber nicht, ſondern war eine große Ver⸗ beſſerung der Lachsköpfe, welche„ſauer“ hießen. Nirgend durfte die Grube fehlen, worin ſie aufbewahrt wurden, und jedem Fremden, den man ehren wollte, ward eine recht große Portion dieſer Delikateſſe vorgeſetzt. Der Duft, welchen die geöffnete Grube über die ganze Gegend ſandte, verrieth ſtets, daß ein Gaſt angekommen ſei.
Zum Erſtaunen der geſchäftigen Wirthinnen hatte aber


