Aufwallung von Großmuth verehrte er ihm das Schönſte und Liebſte, was er beſaß, ſeine— Perrücke!
Tempte gerieth ganz außer ſich vor Entzücken und trennte ſich endlich mit großem Bedauern von ſeinen Wohlthätern. Er hätte gern gewußt, woher ſie ſeien, wagte aber nicht zu fragen und verließ ſich auf ſeine Schlauheit, um ihren Auf⸗ enthaltsort auszukundſchaften. 2
viertes Kapitel.
In dem Oſtrog am Tſchamſcha waren nur einige Frauen mit den kleinen Kindern zurückgeblieben, es herrſchte dort alſo eine große Stille. Eines Nachmittags ſaß unter einer ber Balaganen eine alte Frau und bereitete das Slatkadrawa. Sie war gewiß ſchon ſiebzig Jahr alt, doch noch ziemlich rüſtig und ihre Zähne waren noch alle feſt und geſund. Neben ihr ſpielte ein fünfjähriger Knabe mit einem großen, ſchwar⸗ zen Hunde und richtete nach Kinderart unaufhörlich Fragen an die Großmutter, welche ihm keine Antwort ſchuldig blieb und ſich über ſeine Klugheit ſehr freute.
„Warum iſt der Himmel ſo roth?“ fragte er Ani indem er nach der Abendröthe hinwies.„Brennt Feuer bei Billutſchei?“
„Du weißt doch, Pikankur, daß in den Wolken Bala⸗ kitgh wohnt, der den Wind macht“ antwortete ſie.„Balakitgh hat eine Hausfrau—“


