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verachten, und die Gefahr, welcher er eben entgangen, ſtimmte ihn außerdem zum Dank gegen Gott und alſo auch zur Nach⸗ ſicht gegen die Menſchen. Freundlich fragte er den Gebrand⸗ markten nach ſeinem Namen und ſeiner Lebensweiſe, die elend genug war, weil er niemandem nahen durfte und über⸗ dies ſeine gelähmten Hände ihn an der, zu ſeinem Lebens⸗ unterhalt nöthigen Arbeit hinderten.
Die Schilderung ſeiner Lage rührte den gutmüthi⸗ gen Kurilen bald lebhaft; auch er wurde freundlicher und hatte nichts dagegen, dem Ausgeſtoßenen, welcher Tempte hieß, das Fleiſch des Bären zu überlaſſen, welches ſie doch nicht mit ſich fortnehmen konnten. Ja, er zerſchnitt es noch in Stücke, wie ſie zum Trocknen grade gut waren und machte dann den Vorſchlag, ihm auch das Fell zu geben, welches ihm zu ſeiner Bedeckung für den Winter ſehr nöthig war; er meinte, Tempte ſei für ſein Verbrechen grauſam genug geſtraft worden. Alexei ſtimmte ihm bei und ſchenkte dem Ausgeſtoßenen ſein Meſſer;— der Woh⸗ nung ſeiner Verwandten nahe, konnte er daſſelbe ja ent⸗ behren.
Tempte ward durch den geſchenkten Bären, mehr aber noch durch die freundlichen Worte, welche er ſeit Jahren nicht gehört, auf das Tieſſte gerührt, das Meſſer aber ver⸗ ſetzte ihn in eine Art Freudenrauſch. Ein eiſernes Meſſer galt für einen Schatz und war eine große Seltenheit; die Itelmenen beſaßen urſprünglich gar keine Metallgeräthe.— Er ſank Alexei zu Füßen und betheuerte ihm unter Thrä⸗ nen ſeine heiße Dankbarkeit.
Feodor wollte hinter Alexei nicht zurückſtehn. In einer
Roskowska, Alexei und Aphaka. 3


