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das Fell abzuziehn. Während er damit beſchäftigt war, näherte ſich, von dem Feuerſchein angelockt, eine menſchliche Geſtalt, zog ſich aber wieder zurück, als ſie von Alexei be⸗ merkt wurde. Fevodor rief ihr zu, ſogleich heranzukommen, oder er werde ſchießen, und griff nach dem Bogen.
Auf dieſe Drohung erſchien zögernd ein Itelmen in ſehr ſchäbiger Kleidung, mit zerriſſenen Schuhen und gelbblei⸗ chem Geſicht. Er ſuchte ſeine Hände zu verbergen, dennoch ließ ſich bemerken, daß ſeine Finger verkrüppelt und einwärts gekrümmt waren— die beiden Freunde erkannten ihn daher ſogleich als einen Dieb.
Die Kamtſchadalen verachteten Niemand ſo ſehr als einen Dieb; es wurde bei ihnen auch ſehr wenig geſtohlen. Ertappten ſie Jemand dabei, ſo wurde er geſchlagen, ohne daß er ſich widerſetzen durfte, und damit gleichſam unehrlich gemacht. Im Wiederholungsfall banden ſie den Miſſethäter an einen Baum, ſpannten ſeine Arme aus und befeſtigten ſie an eine Stange, worauf ſie die Hände mit Birkenrinde umwanden, dieſe anzündeten und ihm die Finger ſo ver⸗ brannten, daß ſie ihm zeitlebens einwärts in die hohle Hand gebogen blieben. Daran wurde der Dieb ſogleich erkannt, daß ſich Jeder vor ihm hüten konnte, auch wurde er von Keinem aufgenommen und lebte ausgeſtoßen aus der ganzen menſchlichen Geſellſchaft.
Feodor wandte ſich mit Unwillen von dem Verbrecher, doch Alexei empfand Mitleid mit dem Unglücklichen. Er hatte von ſeiner freundlichen Herrin und dem alten Popen in Jakutsk genug von der chriſtlichen Religion und dem Ge⸗ bote der Nächſtenliebe gehört, um den Fehlenden nicht zu


