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Alexei und Aphaka oder die Kamtschadalen / von Marie Roskowska
Entstehung
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30 tern, welche in dem nahen Anadias ſchon oft geherrſcht hat⸗ ten, waren bis hierher gedrungen.

Am andern Tage kamen ſie an einem, mit Eheu umwun⸗ denen Pfeiler vorüber, an dem kein Kamtſchadale vorbei ging, ohne ein Stück Fiſch oder Fleiſch hinzulegen; man konnte dieſen Pfeiler faſt dem Altar vergleichen, welchen die alten Athenerdem unbekannten Gott errichtet hatten. In der Sprache der Itelmenen fand ſich auch ein Name für Gott, allein von ſeinem Weſen und ſeinen Eigenſchaften hat⸗ ten ſie keinen Begriff und dachten auch nicht daran, ſich einen zu bilden. Doch fürchteten ſie dieſen unbekannten Gott einigermaßen, während ſie von Kutka, dem ſie die Schöpfung der Welt zuſchrieben, die lächerlichſten und unehrerbietigſten Dinge erzählten und glaubten. Durch die eben erwähnten Opfer meinten ſie zwar ihr Leben zu verlängern, dennoch legten ſie nie etwas Taugliches auf den Pfeiler, ſondern nur die Köpfe der Vögel oder die Schwänze der Fiſche, welche ſie nicht aßen.

In der Nähe dieſes Ortes hörten Alexei und Feodor den Knall eines Feuergewehrs und verbargen ſich nun vorſichtig im Gebüſch. Der Schuß konnte nur von einem Ruſſen her⸗ rühren, denn die Eingebornen beſaßen keine Feuergewehre und hielten es auch für eine Sünde, in dieſer, Duſtätſchitſch (Gott) geweihten Gegend zu jagen. Auf dies Letztere hatte Paſuitſch ſie aufmerkſam gemacht, damit ſ. ſich nicht etwa unwiſſentlich verſündigten.

Nach kurzer Zeit kamen auch einige Koſaken vorüber, deren Hunde ſie gewiß entdeckt hätten, wenn ſie nicht glück⸗ licherweiſe auf der Fährte eines Wildes geweſen wären. Die

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