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Alexei und Aphaka oder die Kamtschadalen / von Marie Roskowska
Entstehung
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26 Vaterſchweſter änderte dieſen Plan; ſie wollte ihren nahen Verwandten nicht von ſich laſſen, oder doch nicht ſogleich. Feodor liebte Alexei zu ſehr, um ſich von ihm zu trennen, und ſo verabredeten ſie denn, was zunächſt zu thun ſei. Sie hiel⸗ ten es nicht für rathſam, ſich Alle an der Küſte zu zeigen, alſo ging Paſuitſch mit ihrer Tochter allein zu den Ihrigen, während die beiden Andern ſich in einem Gebüſch in der Nähe lagerten.

Ehe ſie jedoch ſchieden, äußerte Paſuitſch ihre Bewun⸗ derung über das außerordentlich ſchöne Haar Feodors, und Aphaka fügte hinzu, daß ſie ihn für Balakitgh gehalten hätten. Jetzt wurde ihm die Scheu klar, welche die Itelmenen vor ihm gezeigt hatten und lachend nahm er die Perrücke ab, worüber Mutter und Tochter ſehr erſchraken, dann aber herzlich lach⸗ ten. Die Perrücke ſelbſt mochte einem der Offiziere gehört haben, welche Boring auf ſeiner Unterſuchung des Meeres zwiſchen Kamtſchatka und Amerika begleiteten; der junge In⸗ ſulaner hatte ſie in ihrem zerzauſten Zuſtande unter alten Gerümpel vorgefunden und ſich zugeeignet.

Aphaka's Fall ins Waſſer ſollte Jedem, außer ihrem Vater, Geheimniß bleiben. Ihre Mutter konnte ſich von dem Aber⸗ glauben, in welchem ſie aufgewachſen, nicht ſo weit los⸗ machen, um ganz ruhig zu ſein; ihr erſchien die Gefahr, ob⸗ gleich ſie glücklich überſtanden war, als ein böſes Zeichen für das künftige Glück ihres Kindes, daher ſuchte ſie die ſchlimme Vorbedeutung unſchädlich zu machen. Sie trug als Halsſchmuck ein ledernes Riemchen, mit Muſcheln und rothen Seehundshaaren verziert, daran war ein Lederläppchen mit rothen Seehundshaaren befeſtigt. Dies galt für einen Talis⸗

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