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Alexei und Aphaka oder die Kamtschadalen / von Marie Roskowska
Entstehung
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Macht ſtand, Feodors Schickſal bedeutend zu erleichtern, ſo zeigte er ihm doch die Theilnahme, welche er fühlte, und das war für den jungen Inſulaner ein großer Troſt. Es entſtand zwiſchen ihnen eine herzliche Freundſchaft, die von Seiten des Kurilen eine Beimiſchung von begeiſterter Bewun⸗ deruig für Alexei hatte, der, obgleich viel jünger wie er, ihm doch an Verſtand und Kenntniſſen bei Weitem über⸗ legen war.

Die ſchlechte Behandlung und der Durſt nach Freiheit bewogen ſie zur Flucht, die ihnen auch gelang. Sie beabſich⸗ tigten Anfangs, den Kamtſchatka hinab und dann am öſt⸗ lichen Ufer des Landes bis zur Heimath Feo dors zu ſchiffen, allein das war nicht möglich; die Itelmenen, welche überall fiſchten, hätten ſie aufgehalten. So verließen ſie ihr Baidar und wollten zu Lande nach Kamtſchatka's Südſpitze, die Lopatka heißt, von wo ſie leicht nach den Kurilen gelangen konnten. Das war jedoch keine Kleinigkeit, denn vom Kamtſchatkafluß bis Lopatka find über 70 deutſche Meilen, und ſie konnten dieſelben nicht in grader Richtung zurück⸗ legen, ſondern mußten Umwege machen, je nachdem Ströme und Berge ihnen Hinderniſſe darboten. Uebrigens hatten ſie keinen rechten Begriff von den ihrer harrenden Schwierig⸗ keiten, denn Feodor beſaß gar keine und Alexei blutwenig Kenntniſſe in der Geographie. Beide wußten nur, daß ihr Ziel ungefähr in der Gegend lag, wo die Sonne Mittags ſtand, daß es zwar ſehr fern war, aber doch mit der Zeit erreicht werden mußte, wenn ſie nur immer tüchtig darauf los gingen.

Das unerwartete Zuſammentreffen Alexei's mit ſeiner