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Portion von dem Wallfiſch wie von ihren getrockneten Fiſchen nach Niſchnei zu bringen. Darauf kehrte er, wie er gekom⸗ men, um die Landzunge nach der Mündung des Kamtſchatka zurück, wo er einige Männer in Beſchlag nahm, die das ſchwerbeladene Boot die 110 Werſte ſtromaufwärts nach Niſchnei rudern mußten.
„Es hat uns Unglück gebracht,“ ſagte der Schamane nach ſeiner Entfernung,„daß Balakitgh uns ſo ſchnell ver⸗ ließ. Er nahm es gewiß übel, daß wir uns nicht um ihn, ſondern um den Wallfiſch bekümmerten.“
Die Andern ſtimmten ihm bei; kamen dann aber darin überein, daß Alles noch gut genug abgelaufen ſei, da es ja viel ſchlimmer hätte kommen können und begaben ſich dann wieder an das Geſchäft, den Wallfiſch zu zerſchneiden, deſſen Speck, Haut, Därme und Kinnbacken ſie auf die verſchie⸗ denſte Weiſe benutzten.*
Zweites Kapitel.
Einige Werſte oberhalb der Mündung des Fluſſes befand ſich Kosko's Frau mit ihrer zwölfiährigen Toch⸗ ter; ſie hatten eben eine Mahlzeit gehalten und ruhten von ihrer Arbeit aus. Aphaka war ein hübſches Mädchen mit glänzenden, ſchwarzen Augen und Haaren und einer Haut wie Schnee und Blut, wie es in der Geſchichte von Schnee⸗ wittchen heißt. Sie ähnelte übrigens ihrer Mutter, die eines der ſchönſten Mädchens Kamtſchatkas geweſen und auch noch


