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Alexei und Aphaka oder die Kamtschadalen / von Marie Roskowska
Entstehung
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den Männern frohlockend Glück zu der Beute und darauf eilten Alle, ihren beſten Staat anzulegen. Dann wurde in unglaublich kurzer Zeit eine neue Strohhütte aufgerichtet; Einige brachten unter der Leitung des Schamanen einen aus Holz geſchnitzten, zwei Fuß langen Wallfiſch herbei, den die Mädchen bekränzten, und ſtellten ihn unter die neue Hütte, indem ſie eine Lampe dabei anſteckten. Nun ging es an das Zerſchneiden des todten Walffiſches, dem ſie mit dieſen Ceremonien viel Ehre angethan zu haben glaubten.

Wo 1 meine Frau? hatte Kosko gleich nach ſeiner Landung ein Mädchen gefragt, worauf er zur Antwort er⸗ halten hatte:

Du weißt ja, daß ſie mit Aphaka ſchon heute früh zu den Mäuſen ging; ſie iſt noch nicht wieder gekommen und zu weit entfernt, als daß wir ſie rufen könnten.

Kosko war es ſehr unangenehm, daß ſeine Frau und Tochter bei einer Feierlichkeit, wie die gegenwärtige, fehlten, allein ſie herbei zu holen war nicht möglich, da er nicht wußte, wie weit und in welcher Richtung ſie ſich befanden. Der Gedanke an ſie ließ ihn den geheimnißvollen Fremden vergeſſen, der ihnen beigeſtanden hatte, und von Allen für den Windmacher gehalten wurde. Auch die Andern dachten nicht an ihn. Als der Schamane ſeine Ceremonien beendet hatte, fragte er nach ihm, doch wußte Niemand zu ſagen, wo er geblieben: in dem allgemeinen, fröhlichen Wirrwarr hatte er ſich unbemerkt entfernt.

Durch das laute Anſchlagen der Hunde aufmerkſam ge⸗ macht, wandten ſich jetzt Alle nach dem Seeufer, wo eben ein großes Boot befeſtigt wurde, das ungeſehn um die Land⸗