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Alexei und Aphaka oder die Kamtschadalen / von Marie Roskowska
Entstehung
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10 er werde dadurch einen jener heftigen Sturmwinde verur⸗ ſachen, deren Gewalt ſie ſchon ſo oft erfahren hatten.

Neben dem Wallfiſch angelangt, warf Kosko die Har⸗ pune in ſeine Seite, worauf Jener wieder untertauchte. Die Jagd nahm nun ihren gehörigen Verlauf. Als die Kamtſchadalen ſahen, daß der vermeintliche Balakitgh keine Miene machte, ihnen etwas zu Leide zu thun, ſondern ſich mit ganzer Seele der Aufregung des Kampfes hingab, ver⸗ loren ſie alle Furcht und Einer nach dem Andern beffſtigte ſich an der erwünſchten Beute. Einmal ſchien ihnen dieſelbe faſt zu entgehn; der Wallfiſch ſuchte das weite Meer zu ge⸗ winnen, allein er war ſchon ſo abgemattet, daß er dieſen Verſuch bald aufgab. Uebrigens geſchah gar kein Unfall; die Riemen an den Harpunen waren insgeſammt ſo lang, daß ſie niemals ganz ausgelaſſen werden durften, wenn er in die Tiefe ſchoß; die leichten Baidare kippten nicht um, ſo heftig und wirbelnd das Waſſer auch aufgeregt wurde, und den gefährlichen Schlägen des Fiſches wichen Alle behende aus.

Endlich verriethen die ſchwächern Bewegungen des

Wallfiſches ſeine zunehmende Erſchöpfung und die Strö⸗

mung trug ihn an die Küſte. Die Männer zogen ihn ans Land und tödteten ihn vollends, während der Schamane Beſchwörungsformeln ſprach, damit ſich die Verwandten des Wallfiſches nicht von ſeinem Schickſal abhalten ließen, auch an die Küſte zu kommen..

Als die Zurückgebliebenen geſehen hatten, daß der Fang glücklich ablief, we ni närriſch umhergeſprungen, während ſie dabei ſangen und jubelten. Jetzt wünſchten ſie