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Alexei und Aphaka oder die Kamtschadalen / von Marie Roskowska
Entstehung
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9 doch ließ ſich auf denſelben nichts mehr deutlich erkennen. Mit Spannung und einiger Unruhe erwarteten ſie den Aus⸗ gang und in Keinem regte ſich ein Unglaube.

Indeß begann die Jagd. Der junge Fremdling war bald allen Andern voran und ſtieß mit großer Kraft und Gewandtheit dem rieſigen, mindeſtens 70 bis 80 Fuß langen Gegner einen knöchernen, mit Widerhaken verſehenen Spieß in den Leib. Der Wallfiſch bewegte das Waſſer mit furcht⸗ barer Gewalt, ſchwamm eine Strecke weiter und ſchoß dann pfeilſchnell in die Tiefe hinab; der Fremde ließ jedoch nicht minder ſchnell den Riemen ablaufen, an welchem die knöcherne Harpune befeſtigt war.

Endlich tauchte der gewaltige Feind wieder auf, um Luft zu ſchöpfen, ſein Verfolger nahm nun den Riemen ein und ruderte näher. Er ſah ſich nach den Andern um, an denen jetzt die Reihe war, eine zweite Harpune auszuwerfen, allein ſie hielten ſich ziemlich fern und zeigten wenig Luſt, näher zu kommen. In ihrem Jagdeifer und der Hoffnung auf den reichen Fang, hatten ſie Anfangs den Kopfſchmuck des fremden Gehilfen gar nicht bemerkt, jetzt erregte er jedoch ihre Aufmerkſamkeit und ſie ſcheuten, ſich Balakitgh zu nahen.

Dieſer rief ihnen lange vergebens er konnte ſich nicht erklären, warum ſie ſo ſcheu vor ihm zurückwichen. Endlich faßte ſich Kosko, der Vornehmſte der Itelmenen, ein Herz und ruderte heran; die Uebrigen folgten, als ſie ſahen, daß ihm nichts Böſes geſchah. Dazu bewog ſie auch die Sorge um ihr Leben; der ſchreckliche Ankömmling bewegte ſein Haupt bei dem Bemühen, ſie herbeizurufen ſie fürchteten,