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zu erhaſchen, wurden aber mit Stockſchlägen davon zurück⸗ gehalten. So oft einer einen Hieb bekommen hatte, lief er heulend davon und nach dem Fluſſe, um ſich ſelber Futter zu ſuchen. Am Strande lagen viele halbverfaulte Fiſche, von denen die leckerigen Hunde und Bären nur die Köpfe abgefreſſen hatten. Die Luft wäre von der Ausdünſtung verpeſtet worden, wenn nicht die faſt beſtändig und oft ſehr ſtark wehenden Winde ſie gereinigt hätten.
Etwas abgeſondert von den leichten, ſtrohgedeckten Hüt⸗ ten, Balaganen genannt, die als Schlafſtätte und als Auf⸗ bewahrungsort der Fiſche dienten, war eine Winterwohnung, eine ſogenannte Jurte. Ein fünf Fuß tiefes, längliches Viereck im Erdboden war mit Baumſtämmen, Raſen und Erde überdeckt; in der Mitte des Daches befand ſich ein Loch, das zugleich Schornſtein und Eingang war. In der Jurte bereiteten einige Frauen die Borſa, eine große Deli⸗ kateſſe der oſtaſiatiſchen Völker. Sie hingen an und über dem Feuerheerd Fiſche auf, heizten ſtark ein und verſchloſſen
das Rauchloch, damit die Wärme nicht ſo ſchnell entweichen
konnte. Nach ein paar Stunden zogen ſie von den gebra⸗ tenen Fiſchen die Haut ab und zerrieben erſtere, nachdem die Gräten 1 Eingeweide herausgenommen waren, zwiſchen den Hän hierauf wurden die Krümel auf Strohmatten getrocknet.
Alle, Männer, Weiber und Kinder, trugen Hoſen und enge, ſackartig zuſammengenähte Röcke von Rennthier- oder Seehundsfellen. Die Frauen waren im bloßen Kopf, die Männer hatten Mützen von Vogelfedern, oder Hüte von Rinde, und ſahen damit wunderlich genug aus. Sie waren
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