—
Erſtes Kapitel.
An der Mündung des Tſchamſcha, eines Fluſſes, der in das kamtſchatkiſche Meer fällt, herrſchte ein reges Treiben. Der Sommer war feucht geweſen und der größte Theil der Fiſche verdorben, welche die Kamtſchadalen zur Nahrung für den Winter pehoüne hatten; es mußte alſo jetzt im Herbſt, wo das Wetter gewöhnlich ſchön iſt, für neuen Vor⸗ rath geſorgt werden. Die Bewohner aller Dörfer, die an wenig fiſchreichen Seen oder Strömen lagen, waren nach den Mündungen der Flüſſe gezogen, und auch am Tſchamſcha hatte ſich eine Kolonie niedergelaſſen.
Die Männer warfen ihre Netze oberhalb der Mündung aus und hatten einen reichen Fang, nur waren die Fiſche nicht mehr ſo fett, wie im Frühling; die langen ſchmalen Kähne beſtanden aus einem mit Seehundsfell überzogenen Geſtell von Fiſchbein. Die Frauen ſchnitten Fiſche der Länge nach in vier Stücke, nahmen die Gräten heraus und hängten jene unter den hölzernen, auf Pfählen errichteten Hütten zum Trocknen auf, wobei ihnen die Kinder halfen.
Eine Menge langhaariger, weißer, ſchwarzer und grauer Hunde trieb ſich umher und ſuchte etwas von den Fiſchen
1*
efangenen


