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Das Hünengrab : historische Erzählung / von Otto Roquette
Entstehung
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So trat unſre Gruppe denn auf einem ver⸗ borgenen Wege in den Dom, ſchritt durch die Sakriſtei einer kleinen erleuchteten Seitenkapelle zu und ließ ſich dort nieder. Die Familie Meiſter Walrams hatte natürlich nicht fehlen dürfen, war ſie es doch, bei welcher die Braut ein Obdach gefunden und der Bräutigam ſeine glücklichſten Stunden verlebt hatte. Ja, die Damen Ger⸗ berga und Marketrud waren heut zwei überaus wichtige Perſonen. Sie hatten die Braut in das lange faltige ſchwatze Sammtkleid gehüllt, ſie hatten ihr das Diadem von edlen Steinen das Brautgeſchenk des Kaiſers in das ſchwarze Haar und den Myrthenkranz darum geſchlungen; ſie hatten ihre beſten Zimmer für das neuver⸗ mählte Paar hergegeben, ſie ſollten heut Abend ſogar noch Wirthinnen des kleinen Feſtmahls ſein, welches ſie ganz in der Stille angeordnet hatten. Sie erkannten ganz ihre Wichtigkeit, und allerdings wollte es etwas ſagen, eine ſolche Hauptrolle zu ſpielen bei einer Hochzeit, bei welcher der Kaiſer Brautführer war. 2

Nach kurzer Zeit erſchien dann auch der Kaiſer