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Am Abend dieſes Tages verließ eine Gruppe von fünf Menſchen die Schmiede Meiſter Wal⸗ rams und eilte verhüllt durch die finſteren Straßen von Paderborn. Voran ſchritt Richard von Streit⸗ berg, ſeine Braut am Arme führend, ihnen folgte der Schmied mit ſeiner Frau und Schwä⸗ gerin. Verſtohlen bog die Geſellſchaft in eine dunkle Gaſſe, gelangte durch dieſe nach dem Dome und ſchlüpfte durch ein kleines Thürchen, welches zur Sakriſtei führte.
Zu jeder andern Zeit würde man zu einer Hochzeit, bei welcher der Kaiſer Brautführer war, wohl anders gegangen ſein, als gerade hier es geſchah. Der Bräutigam würde ſeine Braut bei lichtem Tage in einem prächtigen Wagen abge⸗ holt, Ritter und Knappen würden ſie zum Dome begleitet haben, es wäre ein Aufſehen und Leben in der Stadt geweſen. Unter den gegebenen Ver⸗ hältniſſen aber war es allen Betheiligten wün⸗ ſchenswerth, die Vermählung im Stillen zu be⸗ gehen, und auch der Kaiſer war es zufrieden, da er Scheu vor einer neuen Feſtlichkeit trug.


