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Das Hünengrab : historische Erzählung / von Otto Roquette
Entstehung
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mit wenigen Auserwählten ſeiner Ritter. Er nahm die Braut, über deren Schönheit er ſehr überraſcht ſchien, bei der Hand und leitete ſie zum Altare, auf deſſen Stufen der Prieſter bereits harrte. Ernſt, feierlich und ſtill ging die Trauung vor ſich, als Vermählte verließen die beiden hohen edlen Geſtalten den Altar, und bald darauf der ganze Brautzug die Kapelle.

In der Sakriſtei angelangt, wandte ſich der Kaiſer zu Richard und ſagte:

Da Du denn, Richard, mit Deiner Ge⸗ mahlin die Wohnung in meinem Schloſſe durchaus abgelehnt haſt, ſo entlaſſe ich Dich an dieſer Stätte aus meinem Dienſt. Die Grafſchaft Hohenſyburg wird Dir für's Erſte genug zu thun geben, drum geh' und ſei auf Deinem Schloſſe Dein eigner Herr. Du warſt mir der liebſte von allen jungen Rittern meiner Umgebung, ich gönne Dir jedes Glück, denn Du verdienſt es. Zieh' in Frieden, Beneidenswerther! Wenn ich einſt Deines Schwerdtes bedürftig ſein ſollte, dann, weiß ich, wirſt Du nicht zögern, und die ſchöne Gräfin von Hohenſyburg ſieht mit ſo