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ausſuchen könnte! Ich bin ein armer Edelmann, mein Roß und mein Schwerdt ſind mein Alles, das Schloß meiner Ahnen hat man mir in meiner Kindheit ſchon als einen Trümmerhaufen gezeigt!“
„Um ſo mehr ſollte Euch eine ſolche Ver⸗ bindung gelegen ſein, Richard! Und gefällt Euch denn Eure Braut Luitgart ſo wenig?“
„Sie ſcheint eine ſanfte, edle Jungfrau. Ich ſah ſie nur das eine Mal in Geſellſchaft Eurer werthen Hausfrau. Sie wagte mich kaum anzu⸗
ſehen und machte mir den Eindruck einer Kloſter⸗ jungfrau. Sie ſcheint ſehr fromm zu ſein!“
„Das iſt ſie. Ich bekenne Euch, ſie hatte ſich ſelbſt für das Kloſter beſtimmt. Doch nun— Ihr werdet eine fromme, gottesfürchtige Frau an ihr haben!“
Richard ſeußte nicht, aber in ſeiner Bruſt ſchien eine heftige Aufregung zu ſein, denn er riß ſein Pferd plötzlich am Zügel, daß es einen Satz machte und auf dem ſteinigen Boden beinahe geſtürzt wäre. Nach einer Weile unmuthigen
Schweigens machte er endlich ſeinem Herzen Luft.


