könnte ſein Herz auch vor ſo göttlichen, erhabe⸗ nen Worten verſchließen!“
„Mich wundert nur,“ ſagte Richard wie⸗ derum nach einigem Stillſchweigen,„daß es dem Kaiſer einfällt, mich plötzlich zu verheirathen: Er kümmert ſich doch ſonſt nicht um Heiraths⸗ geſchichten!“
„Ich verſtehe Euch, Richard!— Ihr müßt die Sache als eine Handlung der Politik betrach⸗ ten. Ihr genießt die Gunſt des Kaiſers. Dem letztern lag es daran, dem Grafen Friedrich von Arnsberg, einem ſeiner furchtbarſten Feinde, nachdem ihm endlich die politiſche Verſöhnung mit ihm gelungen war, ein Zeichen ſeiner per⸗ ſönlichen Verſöhnlichkeit zu geben, und ſo ſuchte er die Verbindung mit Arnsbergs Tochter und einem ſeiner jungen begünſtigten Ritter herzu⸗ ſtellen.“
„In der That, ich muß ihm großen Dank dafür wiſſen!“ ſagte Richard nicht ohne einige Er⸗ regung.„Was kann dem mächtigen Grafen Arns⸗ berg an einem Schwiegerſohn liegen, er, der ſich einen ſolchen unter den höchſten Reichsvaſallen


