———
„Wollt Ihr denn zu Paderborn in der Her⸗ berge bleiben? Frau Jutta wird ſich auf dem Kappenberge nach Euch ſehnen.“
„Mein Weib iſt wohl aufgehoben, und um ſo beſſer, da ſie in der Geſellſchaft des frommen Bruders Alviſius und ſeiner Brüderſchaft iſt.“
In der That, ich muß es glauben. Und
—
doch geſtehe ich Euch, ich kann es noch nicht recht faſſen, daß Graf Gottfried von Kappenberg ſein Schloß in ein Kloſter verwandeln will.“
„Ihr ſeid jung, mein lieber Richard, und ſo iſt es mir begreiflich, daß Ihr meinen Plan nicht faſſen könnt. Ihr ſeid ein Jugendgeſpiele und Waffenbruder Konrads von Hohenſtaufen, des kaiſerlichen Aeffen, Euer Herz hängt noch an der Welt, Ihr hofft glänzenden Tagen entgegen zu gehen, und ich bin weit davon entfernt, dies zu bezweifeln, oder Euch von Eurem Streben abwendig zu machen. Aber mit vierzig Jahren ſieht man die Welt anders an, als mit zwei⸗ undzwanzig, womit ich nicht geſagt haben will, daß Ihr in meinem Alter auch klöſterliche Ge— danken haben würdet. Der Eine will im Treiben


