der Welt, der Andere im Stillen ſeinem Herzen und ſeinem Gotte leben. Aber hättet Ihr, wie ich, damals zu Köln jenen heiligen Mann, den Bruder Aloiſius gehört, hättet Ihr ſein von heiliger Begeiſterung flammendes Auge geſehen, die Wirkung ſeiner hinreißenden Worte gefühlt, wie er die Schande und den Jammer unſerer Zeit aufdeckte, wie er zu einem gottſeligen Leben, zur Buße, zur Entſagung ermahnte— o Richard, auch auf Euer junges weltliches Herz hätte das einen Eindruck gemacht. Mit weltlichen Plänen war ich nach Köln gekommen, um den Kaiſer gegen Theodorich von Holland, oder vielmehr deſſen Mutter Gertrud, zu unterſtützen, und in tiefſter Zerknirſchung verließ ich die Stadt, denn mein Herz war durch die Worte des Heiligen völlig umgewandelt!“
„Ich konnte ihn leider nicht hören, der Kaiſer hatte mir zu thun gegeben. Aber Aloiſius muß hohe Gaben beſitzen. Wißt Ihr, wo er her⸗ kam, oder wißt Ihr ſonſt von ihm?“
„Ueber ſeine Vergangenheit habe ich ihn nicht befragt, ich hatte genug zu thun, um für
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