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Das Hünengrab : historische Erzählung / von Otto Roquette
Entstehung
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Nähe ausgedehnter Sümpfe andeuteten. Der kalte Wind bewirkte, daß die Reiter ſich feſter in ihre Reiſemäntel hüllten, und die troſtloſe Oede der Haidegegend, welche durch die herbſtliche Stimmung in der Natur noch melancholiſcher gemacht wurde, ließ die Gefährten in ein tiefes Schweigen verſinken. So ritten ſie wohl eine halbe Stunde neben einander.

Welch ein einſames, todtes Land iſt das!

ſo unterbrach endlich der Jüngere das Schweigen. Wahrhaftig, Gottfried, mich kommt faſt ein Grauen an vor dieſer Oede, in der ich keinen Weg für mein armes Thier, geſchweige denn einen Ausweg für uns ſehe! Es iſt ſchlimm, daß uns die Nacht überfal⸗ len hat, entgegnete Gottfried,bei Tage ſollte es Euch ſchon beſſer gefallen. Allerdings ſcheinen wir völlig auf Abwege gerathen zu ſein, und ich gönnte meinem Pferde gern bald Ruhe. Aber was hilft's, wir müſſen eben fortreiten, die Thürme und Lichter von Paderborn werden ja endlich irgendwo auftauchen und Ihr werdet den Biſchof, Euern Ohm, noch begrüßen können.

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