Teil eines Werkes 
Zweiter Theil (1822)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

176 von ſolchen Schreckensbildern, und von noch ſchrecklicheren Vorwuͤrfen des Gewiſſens gepei⸗ niget wird! Die Wunde des Marguis de Jaffra ließ uns einige Hoffnung zu ſeiner Geneſung ſchoͤpfen. Man brachte ihn in das Schloß Almedia. Der Leichenzug des Don Francisco war einige Stun⸗ den zuvor abgegangen. Ach! wir ſollten den gan⸗ zen bittern Kelch der unheilbarſten Schmerzen leeren! Die Marquiſin empfing den Trauerzug mit convulſiviſchem Geſchrei, warf ſich uͤber den entſeelten Koͤrper ihres Sohnes her, rief ihn bei den zartlichſten Namen, und ſchien ihm in die ewige Nacht folgen zu wollen. Aber als ſie nun auch ihren Gatten bleich und blutig ſah, als ſie die tiefe Wunde erblickte, die von der ver⸗ brecheriſchen Hand des Sohnes herruͤhrte, ſank ſie mit langem, ſchrecklichem Stoͤhnen in furcht⸗ bare Ohnmacht, in welcher nur der regelloſe Schlag ihres Herzens Kunde von ihrem Leben gab. Als ſie erwachte, war Don Narcis nicht mehr. n Almaide, meine ſuͤße Almaide, warf ſich zu den Fuͤßen der Marquiſin) und ſchien ihre Ver⸗ zeihung fuͤr alle die unglucksfaͤlle, welche ſie be: