Teil eines Werkes 
Zweiter Theil (1822)
Entstehung
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175 und verſprach dem Marquis, dieſes Maͤdchen, deſſen Reize ihren Sohn verblendeten, an Kin⸗ desſtatt anzunehmen. Auf dieſe Weiſe erhielt ſie ſein aufrichtiges Geſtaͤndniß. Sie erlaubte ihrem Gemahl ſogleich nach dem Kloſter abzureiſen und Almaiden zu ihr zu bringen. Ach! dort fand er auch den ungluͤckſeligen Don Manuel, den ein falſches Geruͤchte in die Fluthen begraben und deſſen fruͤhzeitigen Tod er beweint hatte, bei ſei⸗ ner Tochter!

Zwei Jahre ſind ſeitdem ins Meer der Ewigkeit geſunken, und noch ſtehen dieſe ſchreck⸗ lichen Auftritte vor meiner Seele. Sie verfolg⸗ ten mich bis in den Kerker in welchem ich ſchmach⸗ tete und den Tod vergeblich erflehte. Jeder Tag, jede Nacht, jede Stunde, ſchwebten mir mein unter dem Dolch ſeines Sohnes blutender Vater, dieſer allzuſtrafbare von meiner Hand durchbohrte Sohn und die arme Almaide, vor Augen! Ach! die unſchuldige Almaide, die ich mich kaum er⸗ kuͤhne Schweſter zu nennen, die nur durch Va⸗ ter: und Brudermord der Blutſchande entgehen konnte! Theuerer Alphons! Du wirſt, Du mußt, Deinen Freund beklagen, der im Kerker in tiefſter Einſamkeit ſchmachtet, und umringt