Teil eines Werkes 
Zweiter Theil (1822)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

— 158—

ſchaft mit meinem Vater getrennt, und ich habe mich deshalb nach Lerida begeben, um vielleicht dort ſein Schickſal zu erfahren.

„Die Marquiſin beobachtete mich mit einer ſo pruͤfenden Aufmerkſamkeit, daß ich daruͤber erroͤthete, und ſtieß, während ich ſprach, wie⸗ derholt den Ausruf aus:„Seltſam! Sonderbar! Hoͤchſt ſonderbar! Glaubend ſie zweifele an der Wahrheit deſſen was ich erzaͤhlte, erroͤthete ich noch ſtaͤrker. Sie bemerkte es, gab ſich aber nicht die Muͤhe mich zü beruhigen, ſondern ſagte:„Reden Sie noch ein wenig, Sennora, man wird nicht muͤde Sie anzuhoͤren; und— wie heißt ihr Vater?“—„Er nennt ſich Don Narcis d'Altamonte“ antwortete ich.„d'Alta⸗

monte?“ wiederholte ſie.„Welcher Zuſammen⸗ hang!— Welcher Zufall!— Ja, ja, Sie ſind ohne Zweifel die junge Perſon, welche mein Sohn vor einigen Jahren heirathen wollte.“ Ich bejahte.„Jetzt verwundere ich mich nicht mehr uͤber ſeine heftige Liebe,“ fuhr ſie fort.„Aber welche Stimme! Welche Aehnlichkeit! und— fuͤhrt Ihr Vater keinen andern Namen als d' Al⸗ tamonte?“—„Ich hoͤrte nie einen andern. Mein Vater wohnte nicht an dem Orte in wel⸗