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chem ich meine Kinderjahre zubrachte. Sollten Sie ihn aber kennen, o, ſo geben Sie mich ihm wieder!“—„Ich ihn kennen!“ unterbrach mich die Marquiſin in einem auffahrenden Ton. „Nein, ich kenne ihn wahrlich nicht,— ich verbiete Ihnen es zu glauben!“—„Ich bin bereit, ihnen zu gehorchen,“ erwiederte ich, hoffe aber, daß Ihre Großmuth mich beguͤnſti⸗ gen wird. Ihrer Ankunft, Ihrer Tugend, werde ich meine Freiheit verdanken. Ich will ſogar das gegen mich begangne Verbrechen vergeſſen, und mich nur Ihrer Guͤte erinnern.“
„Die Marquiſin fuhr fort mich mit einer Neugierde zu betrachten, die von Minute zu Minute ſich zu vermehren ſchien; aber ihr kalt und ruhig bleibendes Geſicht verrieth mir nicht was in ihrem Innern vorgieng. Eine kleine Weile blieb ſie in Nachſinnen vertieft und fragte dann in einem ſanfteren Tone:„War dem Her⸗ zog Ihr Aufenthalt in dem Kloſter der Kapuzi⸗ nerinnen bekannt?“ Ich verſicherte, er habe nie davon gehoͤrt.„Gut mein Kind,“ fuhr ſie fort,„ſo muß man Sie augenblicklich wieder dahin zuruͤckbringen, Sie ſollen dort unter mei⸗ nem perſoͤnlichen Schutz leben.— Verſtehen Sie


