Teil eines Werkes 
Zweiter Theil (1822)
Entstehung
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„Der hohe, wie es ſchien ſogar veraͤcht⸗ liche Ton, mit dem die Marquiſin dieſe Fragen that, klaͤrte mir die Zweideutigkeit meiner Lage auf. Ich erwartete zwar nur wenig Theilnahme von Seiten dieſer hochmuͤthigen Frau; aber ſie war Weib und Mutter, und es ſchien mir faſt un⸗ moͤglich, daß ſie mir ihren Beiſtand verſagen wuͤrde, wenn ich mich bei ihr uͤber das ſchaͤnd⸗ liche Verfahren ihres Sohnes beklagte. Ich eilte mithin, durch eine treue Erzaͤhlung ihr allen Verdacht zu benehmen, den meine Lage bei ihr hervorbringen mußte, und bat ſie, mich nicht nur gegen alle neuen Angriffe zu beſchuͤtzen, ſon⸗ dern mir auch die Freiheit zu geſtatten, unge⸗ hindert nach Lerida zuruͤckzukehren.

„Und was thaten Sie in Lerida?“ fragte ſie mit troniſchem Laͤcheln.

„Den falſchen Deutungen zu entgehen, die mich das unglaͤubige und ſpoͤttiſche Weſen der Marquiſin nur zu ſichtbar wahrnehmen ließ, wollte ich ihr nicht die Wahrheit in ihrem vollen. Umfang eingeſtehen, ſondern begnuͤgte mich zu ſagen, ich ſey in dem Kloſter der Kapuzinerin⸗ nen des Mont⸗Serrat erzogen worden, die un⸗ ruhigen Zeitlaͤufte haͤtten mich von aller Gemein⸗