— 156— Wohlthaten entziehen! Olivetta wird getrsſtet ſeyn wenn ſie Ihre Thraͤnen trocknen kann!“— Eilig lief ſie fort.
„Ich ſuchte eben die Abſichten des Maäd⸗ chens mit ſeinen geringen Hulfsmitteln zu ver— einen, als es wieder zuruͤck kam und mir die Marquiſin de Jaffra, die Mutter des Don Francisco, anmeldete. Bei dieſem Namen ſchoͤpfte ich freieren Athem.
„Ich bin,“ ſagte die Marquiſin,„Oli⸗ vettas Schwatzhaftigkeit vielen Dank ſchuldig, da ſie mir das Vergnuͤgen verſchaffte, eine ſo ſchoͤne Perſon kennen zu lernen. Aber Sie, Sennora, werden hoffentlich auch die Guͤte haben mir zu ſagen, aus welchen Gruͤnden Sie hier in meines Sohnes Zimmern als Gebieterin herrſchen, da er ſelbſt es nicht fuͤr gut hielt mich davon zu unterrichten? Die Unruhen in der Hauptſtadt fliehend, komme ich hier an; er empfaͤngt mich, eilt hinweg um ſeinen Vater zu bewillkommen, und uͤberlaͤßt Sie einem thoͤ⸗ richten Kinde, das Ihre Geheimniſſe verraͤth. Ich traute dem Herzog mehr Lebensart zu. Aber Sie weinten ja, ſagte man mir? Seyn Sie verſichert daß nicht bloße Neugierde mich zu Ihnen fuͤhrte.⸗


