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Verzweiflung. Bei Wem ſollte ich Huͤlfe ſuchen? Konnten dergleichen Auftritte ſich nicht erneuern? Vater im Himmel, dem ich mit ſo vieler De⸗ muth diente, konnteſt Du mich in einer ſo ent⸗ ſetzlichen Lage verlaſſen?
„Olivetta fieng an einzuſehen, daß ich Mitleiden verdiene, warf ſich zu meinen Fuͤßen und erzaͤhlte mir, wie es gekommen ſey, daß der Herzog ſie zu meiner Bedienung beſtimmt habe, wie auch, daß er ihr verboten, keiner der uͤbrigen Dienerinnen des Schloſſes meine Anweſenheit wiſſen zu laſſen. Olivetta war die Tochter eines geringen Pachters. Ihre aufkei⸗ mende Schoͤnheit bemerkend, liebkoſ'te ſie der Herzog ſeit ihrer zarteſten Kindheit und erhielt ſie mit leichter Muͤhe von ihren Aeltern. Jetzt da ſie taͤglich mehr aufbluͤhte, zeigte er ihr ein Wohlwollen, das die arme Unſchuldige mit gren⸗ zenloſer Anhaͤnglichkeit erwiederte,„Ach,“ ſagte ſie in ihrer Unſchuld,„wenn er mich ausſchmält, ſo habe ich es verdient. Aber Sie Sennora, ſo ſchoͤn, ſo gut, und doch ſo ungluͤcklich!“ Plötzlich ſprang ſie auf und rief als fühle ſie ſich begeiſtert:„Mag der gnaͤdige Herr die kleine Olivetta nur verſtoßen; mag er ihr alle ſeine


