154 begriff aber weder meine Vorwuͤrfe noch ihren Fehler.
„Don Francisco verhehlte ſeine ſchaͤnd— lichen Abſichten nicht lange. Fodere nicht, o
mein Vielgeliebter, von Deiner Almaide, daß
ſie den empoͤrenden Auftritt wiederhole, zu dem ſie die ſtrafbare Leidenſchaft dieſes Unge⸗ heuers fuͤhrte. Kurz, Deine Almaide hatte alle ihre Kraͤfte, und ihren vollen Muth wie⸗ der erlangt. Der Himmel und ihr Herz wa— ren ihre Beſchuͤtzer. Die Macht des Laſters beugt ſich vor der Tugend, ſobald dieſe Alles wagt. „WMein Verfolger wollte mir das Meſſer, mit dem ich mich bewaffnet hatte, entreißen. Dieſer Gewaltſtreich wuͤrde der letzte geweſen ſeyn. Aber ploͤtzlich ließ ein unerwarteter Lärm ſich im Hofe des Schloſſes horen, der Don Franciscos Aufmerkſamkeit erregte. Man hoͤrte mehrere Waͤgen einfahren. Er horchte, naͤherte ſich mir wieder, zauderte, und verließ endlich fluchend das Zimmer. Die unglqubliche Ueberſpannung meiner Kraͤfte verließ mich mit der Urſache, welche ſie hervorgebracht hatte, und ich verfiel aufs neue in Schwäche und


