Teil eines Werkes 
Zweiter Theil (1822)
Entstehung
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det, und die unempfindliche Habſucht verkaufte mir dafuͤr blos betruͤgeriſche Hoffnungen. Er⸗ ſchoͤpft an Leib und Seele, hoͤrte ich auf, Spuren zu verfolgen, deren Grundloſigkeit mich voͤllig zur Verzweiflung brachte. Ich uͤberließ mich meinem Schickſal und leerte ſeinen bittern Kelch. Nie fand ich mich ſo ungluͤcklich: aber leider! erfuhr ich nur zu bald, daß kein Ungluͤck ſo groß iſt, daß es nicht von einem noch groͤßerem koͤnne uͤbertroß⸗ fen werden.

Endlich erhielt ich einen Brief von Alt maiden, den meine Hand mit Zittern erbrach. Ich erwartete neues Ungluͤck, und dennoch durchdrang ein Strahl von Hoffnung mein Herz, als ich das Siegel gelsſet. Almaide ſchrieb:

„Durch ein unmoͤglich vorher zu ſehen⸗ des Ereigniß aus Deinen Armen geriſſen, gibt mir ein neuer Vorfall Hoffnung, wieder mit Dir vereiniget zu werden, da die Boͤſewichter, die mich von Dir trennten, ihre Tuͤcke nicht laͤnger ausuͤben koͤnnen. Kaum ſchoͤpfe ich Athem, kaum kann ich noch an meine Freiheit

glauben, und dennoch befinde ich mich ruhig Don Manuel. Zweiter Theil. 10