danken gebracht. Doch herrſchte bald wiedor ein tiefes Stillſchweigen uͤber die Urſache jenes Zwiſtes, und die allgemeine Aufmerkſamkeit richtete ſich nie wieder auf das Schickſal dieſer Kinder, die aus der menſchlichen Geſellſchaft verbannt ſchienen. Die Traurigkeit des Mar⸗ quis de Jaffra nahm jedoch ſo ſehr zu, daß ſie ſogar ſeinem Leben Gefahr drohte.
Jetzt erſchien der große Moment, in wel⸗ chem die alte Regierung Spaniens in ihrer Grundfeſte erbebte, in Truͤmmer zerfiel, und dem ſich taͤglich mehr aufklaͤrenden Volke ein neues Schickſal bereitete. Der Madrider Hof bot jetzt dem beobachtenden Weltweiſen ein ſon⸗ derbares und belehrendes Schauſpiel dar. Die in unreine Haͤnde getheilte Obergewalt gehoͤrte, der Wirklichkeit nach, weder dem Koͤnige, den ſowohl ſeine Geburt als die Geſetze des Staates dazu berechtigten, noch dem Volke, das unter dem ſchwerſten Druck ſeufzte. Sinn⸗ loſe und verlaͤumderiſche Anklagen, die fuͤr Wahrheiten gehalten wurden, erſtickten bald die Stimmen muthvoller Maͤnner, die ſich trotz aller Gefahren erhoben, und vergroͤßerten noch den Triumph des Verbrechens durch die


