——
Augenblick Zeit. Dem hohen Rang und der Schoͤnheit fehlt es nie an Beſtechungsmitteln. Das Teſtament wurde, als den Geſetzen des Königreichs entgegen, aufgehoben, der Graf ge⸗ langte zum Beſitz der Herzogswuͤrde, und der
von der reizenden Pepita erwaͤhlte Gatte, er⸗
hielt zum Erſatz, den Titel und die Vorrechte eines Grands.
Aber die Marquiſin hatte die Anſpruͤche auf die Herzogswuͤrde nur in der Ueberzeu⸗ gung aufgegeben, daß ihr Gemahl in ihre ehrgeizigen Plane eingehen, und ſich, durch die Gnade des Koͤnigs, leicht eine neue Ehrenſtelle verdienen wuͤrde. Unwillig uͤber ſeine Unfaͤhig⸗ keit dieſe Gnade zu erlangen, ging ſie von ih⸗ ren uͤbertriebenen Begriffen von ſeinen hoͤfſiſchen Talenten, zur aͤußerſten Geringſchaͤtzung ſeiner Perſon uͤber. Sie lebte nunmehr blos fuͤr ih⸗ ren Sohn, den ſie ſelbſt zum Ungehorſam, zur Prunkliebe und zur Ehrſucht erzog, und
auf deſſen Zukunft ſie die thoͤrichſten Hoffnum
gen ſetzte.
Von dem Tage des glaͤnzenden Vermaͤh⸗ lungsfeſtes des Marquis de Jaffra an, erhiel⸗ ten die beiden Kinder des Grafen d'Arenis del


