—
heimniſſes gehuͤllt. Man wollte jedoch behaup⸗ ten, eine verſchleierte Frau habe die Thuͤr des Grafen d'Arenis belagert, und ſich nicht eher von dieſer entfernt, bis ſie die Gewißheit er⸗ langte, ſeine Wunde ſey nicht toͤdtlich. Aber dieſes alte, arme Weib gehoͤrte nicht zu der Dienerſchaft der Marquiſin.
Während der Graf unter den Haͤnden der Wundaͤrzte litt, troͤſtete er ſich mit der Hoff⸗ nung, ſeine Geliebte wuͤrde den innigſten An⸗ theil an ſeinen Schmerzen nehmen; aber er wartete vergeblich auf eine Nachfrage von ih⸗ rer Seite. Ein Tag folgte nach dem andern, ohne daß ein Beweis von Liebe, ja nicht ein⸗ mal eine einfache Erkundigung nach ſeinem Be⸗ finden, ſeine Schmerzen gelindert haͤtte. Eine ſchreckliche Unruhe bemeiſterte ſich ſeiner, die einer ſeiner Diener noch durch die Erzählung vermehrte: Donna Pepita habe ihre Freude nicht verhehlen koͤnnen, wie ſie den Zweikampf und deſſen Folgen erfuhr. Er hielt ſich fuͤr verſpottet, fuͤr betrogen und in ſeinen heilig⸗ ſten Gefuͤhlen verrathen. Er verabſcheute die Grauſame, die ihn nur deswegen auf den Gipfel des Gluͤcks erhoben habe, um ihn deſto


