30— foderten die Vollſtreckung des Teſtaments des Herzogs von Campo⸗Marte. Dieſe dem An⸗
ſchein nach unuͤberwinblichen Schwierigkeiten
mußten beſiegt werden. Pepita uͤberlegte eben wie dieß anzufangen ſey, als ihre Duenna ploͤtzlich ins Zimmer ſtuͤrzte, und ihr mit er⸗ ſchrockener Stimme zurief, Don Joſeph ſey dem Grafen del Mar begegnet, als dieſer ihr
Gemach verlaſſen habe, und eine heftige ge⸗ genſeitige Erklaͤrung habe auf der Stelle ſtatt
gefunden. Beide jung und tapfer, haͤtten ſich mit blinder Wuth geſchlagen, und Beide waͤren ſo eben, todtlich verwundet, von ihren Dienern fortgetragen worden.
Donna Pepita befahl, man ſolle ſogleich
ihren Pallaſt verſchließen, und jeden Beſuch,
ſelbſt den ihrer Verwandten, abweiſen. Sie zeigte ſich nirgends, und wurden ihre Leute be⸗ fragt, ſo antworteten ſie, daß niemand von ih⸗ nen das Innere ihrer Zimmer betreten duͤrfe; nur einer alten Kammerfrau ſey der Zutritt einmal des Tages geſtattet. Donna Pepita ließ ſich nie nach dem Schickſal der beiden Ne⸗ benbuhler erkundigen, und ihr eigenes blieb in den Schleier eines undurchdringlichen Ge—
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