Teil eines Werkes 
Zweiter Theil (1822)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ſie im Gegentheil mit ihren Gaben uͤberhaͤufen, durch ihre Wohlthaten die Grauſamkeit, ſie ihres Vaters beraubt zu haben, verguͤten, und ihnen ein Schickſal bereiten, das ſie in Spa⸗ nien nie finden koͤnnten. Aber die Wuͤrden und Reichthuͤmer, welche ſie dem Grafen zu⸗ bringe, muͤßten das unbeſtreitbare Erbe der Fruͤchte ihrer beiderſeitigen Liebe werden; ſeine Finder erſter Ehe waͤren ja ohnehin, wegen ihrer niedrigen Geburt und der Schande ihrer Mutter, zur Dunkelheit verurtheilt; auch wuͤr⸗ de es hart ſeyn, ſie zu Zeugen des Glanzes ihrer Stiefgeſchwiſter zu machen. Sowohl die Klugheit, als die Sorge fur ihr Glück gebiete, ſie weit zu entfernen, und in einem Stand zu erziehen, in welchem ſie Ruhe, Wohlhabenheit und Gluͤckſeligkeit finden wuͤrden. Der ſchwache Graf wuͤrde dieſem grau⸗ ſamen Vorſchlag widerſtanden haben, hätte ſei⸗ ne Leidenſchaft, die ſelbſt die Stimme der Na tur erſtickte, es zugegeben, den Sophismen der ſchoͤnen Zauberin vernuͤnftige Gruͤnde entgegen zu ſetzen. Erbangend vor einer entſcheidenden Antwort, und unwillkuͤhrlich vor dem Verbre⸗ chen, das er im Begriff war zu begehen, zu