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heben? Und war er auch uͤberzeugt, ihren Beifall zu erlangen, wie durfte er ſich unter— ſtehen gegen Bande zu kaͤmpfen, die zwei maͤchtige Familien in kurzer Zeit knuͤpfen wollten?
Der Graf d'Arenis del Mar hegte dieſe Gedanken nicht einmal von ferne. Er ſetzte die Zuvorkommenheiten der Marquiſin auf Rechnung ihrer natuͤrlichen Hoͤflichkeit. Je zutraulicher ſie gegen ihn wurde, je ehrfurchts⸗
der Donna Pepita, gereizt durch einen Wider⸗ ſtand, deſſen Urſache ſie nicht errieth⸗ wendete
alle erſinnliche Kuͤnſte an, um ein Herz zu be⸗ ſiegen, das die Macht ihrer Reize nicht aner— kennen wollte. Bald ſprach man in ganz Va⸗ lencia nur von der Seltſamkeit einer Leiden— ſchaft, bei welcher der ſchwächere Theil den Angriff wagte, waͤhrend der Stärkere, der ſich
nur zu gluͤcklich haͤtte ſchaͤtzen ſollen beſiegt
zu werden, vertheidigungsweiſe zu Werke
ging.
Endlich zweifelte der Graf nicht laͤnger nſeinem Sieg, als nach der Ankunft des 3, von Pombal, die herrſchſuͤchtige und
voller zog er ſich zuruͤck. Aber die Koketterie


