Teil eines Werkes 
Zweiter Theil (1822)
Entstehung
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gen Spanier der vornehmſten Geſchlechter des Koͤnigreichs Valencia zogen. Sie redete ihn im verfuͤhreriſchten Tone an, und laͤchelte beifaͤllig zu ſeinen einfachſten Antworten. Ih⸗ re ſchwarzen, von langen Wimpern bedeckten Augen, hefteten ſich oft mit bedeutendem Aus⸗ druck auf die ſeinigen, und ſpruͤhten Flammen in ſein Innerſtes. Hundert kleine Gunſtbezeu⸗ gungen zeichneten ihn, unter der erſtaunten Schaar der Anbeter der Marquiſin aus. Er empfing ſie zwar mit Dankbarkeit, aber, uͤber⸗ zeugt von der Fruchtloſigkeit ſeiner Wuͤnſche, huͤtete er ſich welche zu aͤußern, und war der letzte, welcher die Auszeichnungen, deren Ge⸗

genſtand er war, bemerkte: ſelbſt die Eifer⸗

ſucht ſeiner Nebenbuhler vermochte nicht, ihm die Augen zu oͤffnen. Sein Ungluͤck hatte al⸗ les Selbſtvertrauen in ihm erſtickt, und wenn auch ehedem ein Keim zur Eitelkeit in ſeinem Herzen verborgen lag, ſo war jetzt eine Be hutſamkeit an ihre Stelle getreten, die an Zaghaftigkeit grenzte. Verrathen vom Gluͤck und von der Liebe, konnte er da wohl neue Hoffnungen ſchoͤpfen? Durfte er ſeine Augen bis zur reichſten Erbin beider Caſtilien er⸗