Teil eines Werkes 
Zweiter Theil (1822)
Entstehung
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unbedachtſame Pepita ſich auf einem glaͤnzen den Balle weigerte, die Aufforderung des ihr beſtimmten Braͤutigams anzunehmen, und nur mit dem Manne tanzen wollte, der ihren Zu

vorkommenheiten auswich. Der Graf konnte es

ſich nicht verhehlen, daß die dem Marquis von Pombal widerfahrene Beleidigung zu öͤffent⸗ lich geſchehen ſey, als daß dieſer nicht Gelegen heit zur Rache ſuchen wuͤrde. Noch glaubte er ſein Herz unempfindlich gegen eine neue Liebe, fand aber bei genauerer Selbſtpruͤfung, zu ſeinem Schrecken, daß die Reize der jungen Marquiſin de Jaffra, dennoch einen weſentli⸗ chen Eindruck auf ihn gemacht haͤtten, und fuͤrchte, ſeine ganze Seelenſtaͤrke wuͤrde nicht hinreichen, dieſe Klippe zu vermeiden. Er faßte jedoch den Vorſatz, ſich ſelbſt zu beſiegen, zumal da er uͤberzeugt war, die Schranken nie uͤberſteigen zu koͤnnen, die ihn von der Erbin des Herzogs von Campo:Marte trennten. Er hoffte, die glaͤnzende und leichtſinnige Donna Pepita wuͤrde, aus Unwillen uͤber ſeine Kaͤlte und Zuruͤckhaltung, ihn bald aus ihrem Ge⸗ daͤchtniß verbannen. Nie, ſelbſt dann nicht, wenn die Marquiſin ihn am meiſten dazu ver⸗