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— deine Schweſter,— ſtets deine Schweſter bis zu dem Grabe!“ Schnell entriß ſie ſich meinen Armen, bedeckte das Geſicht mit ihren Haͤnden— und verſchwand unter den Gewol⸗ ben, die zum Calvarienberg fuͤhrten. Schwankend, aller Sinne beraubt, mei⸗ ner ſelbſt kaum bewußt, gehorchte ich endlich der mitleidigen Stimme meiner frommen Fuͤh—
rerin, die meine Schmerzen bejammerte, ohne
deren Groͤße und ihre urſache zu errathen. Dieſe Pforte, durch welche ich, mit einem ſo lebhaften Gefuͤhl des Gluͤcks, das mich erwar⸗
tete, einging, oͤffnete ſich abermals, um mich
aus dem Pargdieſe zu verbannen, in dem ich meine ganze Gluͤckſeligkeit zuruͤckließ, um mich in eine Welt zu ſtoßen, in der ich nichts als dro⸗ hende Abgruͤnde vor mir ſah. Als ſich aber die Ungluͤckspforte wieder ſchloß, als mein treuer Zigeuner mich hinwegfuͤhrte, als die Thuͤrme des Kloſters in den Schatten der Nacht
verſchwanden, da glaubte ich, mein Sis geen⸗
det zu ſehen. Der gute Menſch achtete meine tiefe Be truͤbniß. Er ſchwieg bis zu dem Augenblick in
welchem wir uns Mattaro naͤherten. Er


