Teil eines Werkes 
Erster Theil (1822)
Entstehung
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ſagte mir, die Klugheit gebiete ihm, mich jetzt zu verlaſſen, wenn ich Urſache haͤtte, meine Abweſenheit geheim zu halten, und deshalb habe er mich auf einem anderen Wege zur Stadt zuruͤckgefuͤhrt. Er ermahnte mich zur Standhaftigkeit, und gab mir den wohlgemein⸗ ten Rath, nur an dasGluͤck zu denken, das mir eines Tages werden wuͤrde. Dabei ſchilderte er mir ſeine Treue und Ergebenheit ſo wahr und ruͤhrend, daß ich kein Bedenken trug, mich ihm gaͤnzlich anzuvertrauen. Er verſprach mir, bei ſeinem Leben, bei ſeiner Hoffnung zur Se⸗ ligkeit, uͤber Almaidens Sicherheit und Frei⸗ heit zu wachen. Die Geſchenke, welche ich ihm darreichte, nahm er nur an, um ſie der⸗ einſt vielleicht zu meinem Dienſte benutzen zu koͤnnen. Dieſer Menſch bewies mir, daß man ſelbſt in dem niedrigſten, verachtetſten Stande tugendhaft ſeyn kann, ſobald man die Ge⸗ fuͤhle des Herzens nicht verlohren hat.

Der Sennor Valdes bezeigte wenig Ver⸗ wunderung uͤber meine Abweſenheit, und be⸗ gnuͤgte ſich mit den Urſachen, die es mir beliebte anzugeben. Er erſuchte mich blos, mich nicht

mehr zu entfernen, da ſein Schiff nur guͤnſti⸗ Don Manuel. Erſter Theil. 11