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Himmels auf ſie herabflehte. Ich antwortete nicht, und folgte der guten Pfoͤrtnerin in ſtumpfſinniger Verzweiflung. Meine Thraͤnen⸗ quelle war verſiegt, und ich fuͤrchtete mich vor mir ſelbſt. Als ich aber aufs neue dieſes furchtbare Kloſter durchſchritt, deſſen einzige Zierde Trauer und Graͤber waren, ergriffen mich unwillkuͤhrliche Schauder. Die in ihm herrſchende Stille war die des Todes, und die⸗ ſer ſchien mir die einzige Vorbedeutung fuͤr unſere Liebe! Ich ſah meine Almaide an: ſie wankte, und ſank erbleicht und kalt, wie die Graͤber unter unſeren Fuͤßen, in meine Arme. Ich brach das um uns herrſchende Schweigen und rief: O, laß mich nur noch einmal deine ruͤhrende Stimme hoͤren! Dein Bruder ruft dich! Suͤße Almaide, wirſt du mir nie wie⸗ der antworten!“ Sie kehrte ins Leben zu⸗ ruͤck.„Bruder, ja,“ ſagte ſie,„ſo muͤſſen wir uns lieben! Dieſe heiligen Orte mahnen mich an meine Pflichten.— Lebe wohl, geliebter Manuel! Lebe ewig wohl!— Noch einmal ſchwoͤre ich dir: Du ſollſt mich wiederfinden wie heute.— Deine Geliebte, — deine Gattin, wenn mein Vater einwilliget,


