Teil eines Werkes 
Erster Theil (1822)
Entstehung
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ſie dennoch ihre Schwaͤche, die bei dem Gedanken erbebe, daß der Menſch es wage, ſich freiwillig dem gegenwaͤrtigen Ungluͤck ent⸗ ziehen zu wollen, um ſich in ewiges zu ſtuͤr⸗ zen: der arme Menſch! der den Wahn hegt, zum Beherrſcher der Erde beſtimmt zu ſeyn, und der ſich nicht einmal ſelbſt zu be⸗ herrſchen weiß.Und ſollte mich, fuhr ſie fort,die Hoffnung in dieſer Welt taͤu⸗ ſchen, ſollte ich meinen Leiden unterliegen, ſo bin ich gewiß, Jenſeits Erſatz dafuͤr zu finden. Dort hoffe ich, fleckenrein wie die Engel, vor dem himmliſchen Vater zu erſcheinen, und auch noch vor dem Thron der ewigen Liebe mich des Gegenſtandes meiner Wahl ruͤhmen zu koͤnnen.

Ihre bewegte, ſuͤße Stimme, ihre ein⸗ dringlichen kraftvollen Worte, und der einfache Adel ihrer Haltung, der ihrer Zaͤrtlichkeit ſo hohe Reize verlieh, alles dieſes fuͤhrte eine mir bisher unbekannte Ruhe in meine Seele zuruͤck, und floͤßte mir einige Hoffnung auf die Zukunft ein. Ich erroͤthete uͤber die Verirrung meines Verſtandes, und einſehend, daß nur der Ruhm oder das Gluͤck uns zur Erfuͤllung un⸗ ſerer Wuͤnſche fuͤhren könnten, unterwarf ich,