Teil eines Werkes 
Erster Theil (1822)
Entstehung
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Schranken des Gluͤcks und der Ehrenſtellen, die ohnehin geneigt ſind, ſie Unwuͤrdigen zu verleihen, zuruͤckgeſtoßen, verliere ich ſogar das Recht, mich uͤber die Ungerechtigkeiten der Menſchen zu beklagen; wohin werde ich als⸗ dann meine Zuflucht nehmen, und was werde ich noch begehren koͤnnen? Ach! daß ich jemals an ein guͤnſtigeres Schickſal glauben konnte! Unterſuche meine angebetete Almaide! die Ge⸗ heimniſſe deines Herzens; gibt es nicht welche die du dir ſelbſt verhehlen moͤchteſt? Du ver⸗ achteſt das Gluͤck? Hat es denn groͤßeren Werth fuͤr mich? Auf den Menſchen der we⸗ nige Beduͤrfniſſe fuͤhlt, kann es ohnehin keinen Einfluß haben. Und dennoch ſoll ich dich flie⸗ hen, um dieſes truͤgeriſche Gluͤck zu ſuchen? Von dir entfernt werde ich Thraͤnen vergießen, die du nicht ſiehſt, und werde nicht im Stande ſeyn die deinigen zu trocknen! Zermalmet der Schmerz meine Seele, ſo wird deine troͤſtende Stimme ſeine Wunden nicht zu heilen vermoͤ⸗ gen, ſo wenig wie ich die des Deinigen! Meine Gedanken werden ſtets bei dir ſeyn; bin ich aber ſicher, daß auch du ſtets an mich denken, keine andere Freude, kein anderes